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Verleimung

• Breitenverbindung

Wenn sie diese Art der Breitenverbindung wählen muss das Holz sehr sorgfältig ausgesucht werden, da damit die Ansicht des Möbelstückes bestimmt wird. Vorallem achten sie auch auf die Maserung sowie Farbbalancen, natürlich auch auf Äste achten.

!Wichtig! Niemals Splint- und Kernholz aneinander leimen, denn Splint-und Kernholz arbeiten unterschiedlich und eine solche Verbindung wird nie auf lange Sicht halten.

Also immer Splintholz mit Splintholz und Kernholz mit Kernholz verleimen. Die Übergänge an den Fugen werden so hormonisch und bei geschickter Zusammenstellung von Herzbrettern fällt dies kaum auf.

Aufbau eines Baumes

Ganz aussen ist die Rinde (dürfte jeder kennen), direkt darunter liegt der sog. Bast, eine Schutzschicht des Baumes wenn man so will.
Dann kommt das Splintholz.
Splintholz: Bei diesem Holz fällt zuerst auf das es heller ist als alle anderen Schichten.
Es ist nicht so langsam gewachsen wie das Kernholz und daher auch nicht so fest wie Kernholz.
Dann kommt das Kernholz. Es ist dunkler als das Splintholz und fester, weil es langsamer gewachsen ist und somit dichter ist.

1. Seitenbretter gestürzt verleimen, da sich die Bretter sonst auf eine Seite werfen. Durch dieses stürzen geht allerdings der Verlauf der Holzstruktur verloren. Solche Teile am besten nur für Deck-und Bodenteile verwenden, oder auch für Fachböden. Möchten sie die Seitenbretter nicht stürzen, können sie auch Gratleisten aufleimen oder mit einer Nut arbeiten.

2. Vor dem Verleimen nehmen sie vier stabile Leisten und genügend Zwingen und legen diese bereit. An den Seiten wo die Bretter aneinandergestoßen werden sollen satt und gleichmäßig mit Leim bestreichen und nebeneinander auf 2 Leisten legen. Die anderen Leisten legen sie darauf und zwingen die Bretter so zusammen das sich die Bretter dazwischen gerade noch rutschen können.

3. Um die Fugen jetzt zu pressen ziehen sie nach und nach die Zwingen von allen Seiten gleichmäßig an. Achten sie darauf das die Zwingen wirklich fest sitzen und dies auch bleiben, also Kraft sollte man schon aufwenden. Den überschüssigen Leim am besten sofort entfernen, erspart späteres entfernen von hartem Leim, was sehr mühsam ist. Nach rund 2-3 Stunden in einem beheizten Raum (Zimmertemperatur) hat der Leim abgebunden und das Werkstück kann weiterverarbeitet werden.

Letztes Update dieser Seite
15.09.2010 10:27

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