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• Tischler Berufsbild

Ideen umsetzen

Zuerst steht das Beratungsgespräch mit dem Kunden.
In diesem werden die Produktideen gesammelt und eine Skizze des Endproduktes erstellt.
Dann wird eine Zeichnung (technische) erstellt, mit der man das Produkt erstellen kann.
Sehr wichtig ist das Vorstellungsvermögen eines Tischlers, um die Sachen richtig umsetzen zu können. Mit Formgefühl, konstruktivem Verständnis und zeichnerischem Talent entstehen aus
dem Entwurf unter Einsatz von Werkstoffen,
Maschinen und Werkzeugen die vom Kunden in Auftrag gegebenen Produkte.

Arbeit vorbereiten

Nach der Materialliste, die auf der Basis der Fertigungszeichnung entsteht, werden Massivhölzer,
Sperrholz-, Span- und MDF-Platten, Furniere und die übrigen Werkstoffe zugeschnitten und bereitgestellt.
Ein erfahrener Tischler erkennt bereits an der rauen, unscheinbaren Oberfläche des rohen
Brettes Maserung und Farbe des fertig bearbeiteten Stückes. Ein unbedachter Materialfehler,
eine falsche Holzauswahl könnte die Qualität eines Werkstückes beeinträchtigen.
Die Materialausnutzung ist besonders bei hochwertigen Hölzern von entscheidender ökonomischer Bedeutung.

Technik nutzen

Die vorbereiteten Hölzer und Werkstoffe werden im Maschinenraum zugeschnitten.
An großen stationären Maschinen, die heute oft EDV-gesteuert sind, wird gesägt,
gebohrt, gehobelt, gefräst oder geschliffen. Holzwerkstoffe -
wie Spanplatten und Tischlerplatten oder mitteldichte Faserplatten -
können mit Furnieren oder mit Kunststoff veredelt werden. Spezielle Pressen bringen
unter hohem Druck und der Verwendung von Leim die Verbindung zustande. Auf der Hobelmaschine
und Abrichte werden massive Holzteile in Form gebracht. Fräsen und Kehlmaschinen bringen das
endgültige Profil. An Schleifmaschinen werden die Flächen sowohl von Massivholz
als auch von furnierten Teilen geschliffen, bevor Lack oder andere Materialien aufgetragen werden können.
Elektrische oder luftbetriebene Handmaschinen haben viele traditionelle Werkzeuge weitgehend ergänzt oder
verdrängt. Mit pneumatischen oder hydraulischen Anlagen werden Werkstücke gespannt, festgehalten oder
Arbeitsbewegungen ausgeführt. Druckluft wird beim Spritzauftrag von Farben, Lacken und Polituren sowie
zum Pressen von Werkteilen beim Verleimen eingesetzt.

Hand anlegen

Während die Maschinen dem Tischler körperlich ermüdende Arbeiten abnehmen, bleiben viele feinere Arbeiten den
geschickten Händen vorbehalten. Im Bankraum werden letzte Handgriffe vor dem Zusammenbau der
Werkstücke vorgenommen oder Arbeiten ausgeführt, für die stationäre Maschinen nicht geeignet sind.
Beim Furnieren ist die sorgfältige Auswahl der Furnierhölzer ausschlaggebend. Diese werden zugeschnitten,
gefügt und zusammengesetzt. Das Zusammenpassen und Verleimen der Werkstücke, das Einpassen von Beschlägen,
das Verglasen und schließlich das Montieren beweglicher Teile gehören ebenfalls zu den "Handarbeiten".

Flächen veredeln

Eine ansprechende Oberfläche gibt schließlich dem Werkstück das endgültige Aussehen.
Ihre volle Schönheit erlangt die Tischlerarbeit durch die sorgfältig behandelte Oberfläche.
Holz kann durch Bleichen, Aufhellen oder Beizen in seiner Farbe verändert werden.
Größte Feinheit wird durch Wachsen, Mattieren, Lackieren oder Polieren erreicht.
Eine ganze Reihe von Oberflächeneffekten - vom vornehmen Mattglanz bis zum spiegelnden Hochglanz entstehen.

Zum guten Schluss

Nach der Fertigstellung aller Teile bekommt der Kunde sein bestelltes Produkt beim Einbau zum ersten Mal zu Gesicht.
Sei es im Rohbau das Fenster oder im bewohnten Haus das Einzelmöbel oder eine komplette Inneneinrichtung.
Der saubere Einbau und der freundliche Umgang mit dem Kunden sind von hoher Bedeutung für die Zufriedenheit mit dem Produkt.

Letztes Update dieser Seite
15.09.2010 10:28

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